Freunde besuchen auf bolivianisch

Hola,

Ich dachte ich erzähl dir mal, wie das so ist wenn man hier Freunde besucht.

Im Dorf selber ist das kein Problem! Alle wohnen nah bei einander und es gibt genug schöne Orte um gemeinsam Zeit zu verbringen.

Leben deine Freunde aber außerhalb deines Dorfes wird es umso komplizierter! Wir haben dieses Wochenende zum Beispiel mal wieder unsere Freunde in Alcala besucht. Das war mal wieder ein ziemliches Abenteuer. Von Sopachuy nach Alcala gibt es werde Flota (Reisebuss, wie der der  uns nach Sucre bringt) noch viele Movilidades (Autos oder Laster die einen auf dem Weg aufgabeln und mit nehmen).

Das führt dazu, dass wir nur bis nach Pampas Punta die Flota nehmen und von da aus laufen oder trampen müssen. Genau das hatten wir auch vor. Nur, dass die Flota an diesem morgen nicht fahren wollte und wir uns irgendeine andere Movilidad suchen mussten. Zum Glück hat sich ein Freund mit Auto bereit erklärt uns bis nach Pampas zu fahren. Und da standen wir dann: Zwei Stunden zu spät und völlig ohne Plan in Pampas Puntas. Eine Durchfahrtsdorf, dass aus einer Straße besteht. Also mussten wir wohl oder übel laufen. Drei Stunden durch die pralle Mittagshitze waren zwar anstrengend aber auch echt schön! Der Ausblick dort in den Bergen, irgendwo im Nirgendwo, ist einfach atemberaubend. Okay vielleicht war es auch die drei Stunden Wanderung die uns den Atem geraubt hat aber es war trotzdem sehr schön!

Außerdem hatte es sich mal wieder total gelohnt. In alcala sind wir nicht nur auf unsere drei Freunde gestoßen sondern auf noch mehr Voluntarios, mit denen wir einen wunderschönen Abend verbracht haben. Nach wenigen Stunden Schlaf und einem leckeren Frühstück kam die Erkenntnis: Wir mussten den ganzen weiten auch wieder zurück laufen. Und das am besten nicht in der Mittagssonne und noch bevor die Sonne unter ging. Total übermüdet und K.O. haben wir uns dann, mal wieder zu Fuß, auf den Heimweg gemacht. Kurz vor Pampas Puntas hat uns dann eine Movilidad aufgegriffen. Gott waren wir froh! Wir waren alle völlig fertig und hatten die Hoffnung auf eine Movilidad fast aufgegeben, bis wir dann aus der Ferne einen Motor gehört haben. Total erschöpft sind wir dann auf den Hänger geklettert und waren total begeistert als der Fahrer dann meinte dass er uns bis nach Sopachuy fahren würde. Gott waren wir froh!

Ich war selten so erschöpft wie nach diesem Wochenende 😀 Und dieser Muskelkater erst! Der Rückweg ging nämlich kontinuierlich,  steil Berg auf.. Nichts ist demotivierender als eine Subida (Auftieg) die schier unendlich scheint. Aber irgendwie kommt man ja immer an, wie wir mitlerweile gelernt haben!

Besos,

Saritaa

Ps.: Wenn ich zurück komme habe ich die Ausdauer eines Marathonläufers! Wander auf über 2000 Metern Höhe halten einen Fit.

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Ein Kommentar zu „Freunde besuchen auf bolivianisch

  1. Hallo Sara,
    sieht landschaftlich auch wirklich super aus – aber etwas dünn besiedelt 🙂 Na ja, mach‘ mal mit dem Marathon keine Versprechungen sonst melde ich dich direkt an. Bleib gesund und viel Spaß – hdl; Mari

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